Einbau eines ISO-Norm-Autoradios inkl. Norm-Lautsprecher in einen nicht radiovorbereiteten VW Passat 3C (Baujahr Okt. 2006)

 

Inhalt

Motivation zu diesem Dokument........................................................................................................................................ 1

Dieses Dokument................................................................................................................................................................... 1

Rechtshinweis........................................................................................................................................................................ 1

Elektrischer Einbau Radio..................................................................................................................................................... 1

Mechanischer Einbau Radio................................................................................................................................................ 4

Demontage Türverkleidung................................................................................................................................................. 5

Mechanischer Einbau Türlautsprecher.............................................................................................................................. 7

Verkabelung Türlautsprecher............................................................................................................................................ 13

Test........................................................................................................................................................................................ 17

 

Motivation zu diesem Dokument

Aufgrund des mir unzureichenden Preis-/ Leistungsverhältnisses des preisgünstigsten VW-Passat Radios RCD 300 (530€) entschloß ich mich, den Passat ab Werk ohne Radio zu bestellen. Leider kann man den Passat nicht mehr mit Radiovorbereitung bestellen, d.h. ohne Radio, aber mit Lautsprechern und vollständiger Verkabelung gemäß ISO-Norm (Standardstecker für Lautsprecher, Antenne, Stromversorgung etc.) und einem DIN-Norm-Montageausschnitt im Armaturenbrett. Das war bis vor einiger Zeit bei VW möglich und ist bei anderen Herstellern auch heute noch möglich. Zum Ärger von mir (und bestimmt vieler anderer VW-Kunden) wird damit versucht, zum Kauf einer Zusatzausstattung zu nötigen, die viele so eigentlich nicht wollen. Daher beschreibe ich hier meine Vorgehensweise und Erfahrungen beim Einbau eines ISO-Normradios. Neben üblichem Werkzeug benötigt man lediglich noch zwei Torx-Schlüssel TO-27 und TO-20. Stromlaufpläne von VW habe ich keine benötigt.

Dieses Dokument

Dieses ist die Version 1.0 vom 31.12.2006. Sie sehen hier evtl. ein Kopie oder einen Ausdruck vor sich.

Das (evtl. aktualisierte) Original dieses Dokuments kann im Internet per Suchmaschine (z.B. www.google.de) mit diesem Suchbegriff gefunden werden:

„Einbau_Autoradio_in_nicht_vorbereiteten_Passat_3C“

Autor ist: Ralf<Punkt>Steuernagel<at>sap<Punkt>com

Zur Vermeidung von SPAM-Mail sollte diese Email bitte nirgends in technisch korrekter Schreibweise im Internet auftauchen. Nachfragen und Verbesserungsvorschläge an meine Email-Adresse sind willkommen. Bitte keine Mails an den Owner dieser Webdomain senden, da ich hier mit diesem Dokument nur Gast bin.

Weitere Suchbegriffe (für die sinnvolle Indizierung von Suchmaschinen):

Autoradio, Radio, CD-Radio, MP3-Radio, USB-Radio, CD-Tuner, MP3-Tuner, USB-Tuner, CD-Receiver, MP3-Receiver, USB-Receiver, DIN-Norm, ISO-Norm, Einbau, Montage, Einbauanleitung, Montageanleitung, Einbaubeschreibung, Montagebeschreibung, Einbauerklärung, Montageerklärung, Einbauerläuterung, Montageerläuterung, unvorbereitet, „nicht vorbereitet“, "ohne Vorbereitung", Radio-Vorbereitung, Radiovorbereitung, radiovorbereitet, Verlegung, verlegt, Verkabelung, verkabelt, Verdrahtung, verdrahtet, VW, Volkswagen, Passat, 3C, Baujahr 2006, Baujahr 2005, Selbsteinbau, Selbstmontage, Eigenmontage, Eigeneinbau, Lautsprecher, Hochtöner, Hochtonlautsprecher, Tieftöner, Tieftonlautsprecher, Leitung, Kabel, Lautsprecherleitung, Lautsprecherkabel

Rechtshinweis

Diese Beschreibung ist lediglich die Wiedergabe einer persönlichen Erfahrung und ist nicht geeignet oder vorgesehen zur Anleitung einer Nachahmung. Sollte trotzdem jemand entgegen meiner ausdrücklichen Empfehlung ähnliche Schritte unternehmen, so geschieht dies auf alleinige und ausschließliche Verantwortung desjenigen und ich distanziere mich ausdrücklich davon und werde keinerlei direkte oder indirekte Schäden an Personen oder Dingen verantworten oder dafür Ersatz leisten.

Die Begriffe VW, Volkswagen und Passat sind geschützte Warenzeichen der Volkswagen AG, Wolfsburg.

Elektrischer Einbau Radio

Ich entschloß mich für den Einbau eines JVC KD-G 821 (wegen des guten Preis-/ Leistungsverhältnisses und guten Klangs, aber vor allem auch wegen USB-Eingangs für gegrabbte MP3-Versionen meiner größeren CD-Sammlung anstatt CD-Wechsler und mehrzeiliger textueller Anzeige/ Bedienung) und vier Zweiweg-Lautsprecher Magnat Classic 216 (Normhochtöner und 16cm-Norm-Tieftöner). Das konkret verwendeten Norm-Komponenten (Radio und die Lautsprecher) spielten aber keine Rolle für den Einbau.

Nicht vorhanden war ein ISO-Norm-Kupplung/ Stecker-Set. Vorhanden war ein VW-spezifischer Quadlock-Stecker mit der sehr dürftigen Belegung Dauerplus (für A4) und Fahrzeugmasse (für A8). Es ist weder Antenne noch Zündungsplus noch Displaybeleuchtung noch Telefonstummschaltung noch GALA (geschwindigkeitsabhängige Lautstärkeregelung) darin vorhanden. Die Belegung des Quadlock ist zwar ähnlich zu dem entsprechenden ISO-Stecker, man muß aber unbedingt nochmal die Belegung mit einem Multimeter prüfen, da diese der Willkürlichkeit von VW unterliegt.

Vereinfacht wurde der Einbau durch fehlendes Navigationssystem und nicht notwendige Telefonunterstützung.

Von VW gibt es als Originalteil einen Adapter vom fahrzeugseitigem Quadlock auf ISO-Norm (VW-Teile-Nr. 7L0 051 445 A; ca. 17€). Dieser Adapter beinhaltet auch ISO-Stecker für Lautsprecher, die als Kontakte allerdings im Quadlock-Stecker nicht existieren.. Den Kauf des Adapters kann man sich aber auch sparen, wenn man den Quadlock-Stecker entfernt und direkt per Lüsterklemme (oder anderer bevorzugter Verbindungstechnik) auf ISO-Stecker/ Kupplung geht. Die Belegung der ISO-Norm Stecker und Kupplung ist wie folgt:

Anschlußblock A (Strom)

1. Tachosignal für geschwindigkeitsabhängige Lautstärkeanpaßung oder für Navigationssysteme (GALA)
2. Steuereingang zur Radiostummschaltung/ Mute (wird beispielsweise von Telefonfreisprecheinrichtungen genutzt)
3. Je nach Hersteller unterschiedlich belegt (bei VW: Eigendiagnose)
4. Dauerplusspannung (auch ohne Zündung immer belegt, z.B. wegen Speicherung im Radio)
5. Steuerspannung für Motorantenne etc. (Remote)
6. Displaybeleuchtung (reduziert bei Autoradios die Anzeigehelligkeit)
7. Plusspannung wenn Zündung eingeschaltet
8. Fahrzeugmasse
Man beachte: bei VW-fahrzeugseitigen spezifischen ISO-Adaptern kann A4 und A7 vertauscht sein! Unbedingt mit Multimeter prüfen!

GALA (A1) ist im Passat als Signal lt. Werkstattauskunft analog im Armaturenbrett nicht verfügbar (nur digital über VW-spezifisches CAN-BUS-System), das ist unschön, war aber auch kein Muß für mich. Telefonstummschaltung (A2) habe ich nicht benötigt. Benötigt habe ich Zündungsplus (A7) und Displaybeleuchtung (A6). Zündungsplus ist dann notwendig, wenn mit dem Ausschalten der Zündung am Zündschloß das Radio ausgeschaltet werden soll (bzw. eingeschaltet). Wenn das Radio auch ohne Zündung laufen soll, kann Dauerplus auch auf Zündungsplus (A7) am Radio gelegt werden. Aber Vorsicht: Sollte das Ausschalten des Radios vergessen werden, so kann dadurch die Fahrzeugbatterie recht schnell entleert werden. Das Signal Displaybeleuchtung führt beim Einschalten des Fahrzeuglichts zur Reduzierung der Helligkeit des Radiodisplays.

Beide fehlenden Leitungen habe ich mir von der 12V-Steckdose im unteren Teil der Mittelkonsole geholt. Die Absicherung dieser erschien mir dazu geeignet. Dazu habe ich die rechte seitliche Abdeckung der Mittelkonsole (Beifahrerseite) entfernt und den Kabelbaum zur 12V-Steckdose etwas hervorgezogen. Beide Leitungen habe ich unterbrochen und per Lüsterklemme jeweils eine weitere Leitung weggeführt zum ISO-Stecker des Radios.

Die Antenne war im Armaturenbrett ebenfalls nicht verwendbar vorhanden. Es waren Drähte in den hinteren Seitenscheiben eingelassen, aber keinerlei Verdrahtung nach vorne und auch keine der sonst eingebauten drei Antennenverstärker vorhanden (lt. genauerer Analyse/ Nachforschung meiner VW-Werkstatt; entgegen deren Aussage vor dem Fahrzeugkauf!). Daher entschloß ich mich pragmatisch zu einer UKW-Wurfantenne. An einem Antennen-DIN-Normstecker (KFZ-Zubehörhandel) befestigte ich eine einadrige Leitung (ca. 80 cm), die ich auf der Beifahrerseite quer durch das Armaturenbrett führte und alle 10 – 15 cm befestigte. Damit war ein akzeptabler Radioempfang möglich (maximale Empfangsqualität war mir nicht wichtig). Alternativ sind im Zubehörhandel auch Nachrüstantennen inkl. Antennenverstärker verfügbar. Auch von VW/ Audi gibt es aber eine Nachrüstantenne zu kaufen (Teile-Nr. 000051577; ca. 56€). Diese benötigen dann auch eine 12V-Versorgung geringer Leistung (auch Phantomversorgung genannt; z.B. über Remote von Block A Kontakt 5).

 

Anschlußblock B (Lautsprecher)

1. hinten rechts +
2. hinten rechts -
3. vorn rechts +
4. vorn rechts –
5. vorn links +
6. vorn links –
7. hinten links +
8. hinten links -

Daran werde einfach die vier zweiadrigen Lautsprecherleitungen angeschlossen (siehe Kapitel Verkabelung Türlautsprecher).

 

Anschlußblock C (Vorverstärkerausgang)

1. Line Out hinten links
2. Line Out hinten rechts
3.
Signalmasse (nicht identisch mit Fahrzeugmasse)
4. Line Out vorn links
5. Line Out vorn rechts
6. 12 Volt Schaltausgang (z.B. für Endstufen)
7.-20. nicht genormt

Block C und den Remote-Kontakt (A5 bzw. C6) habe ich nicht benötigt, da ich keinen zusätzlichen Endverstärker montiert habe. Ggf. muß man diese hier anschließen (Adapter auf Cynch sind dazu im Zubehörhandel erhältlich).

Mechanischer Einbau Radio

Eingebaut war im Passat eine Doppel-DIN-Einheit (außen herum abgedeckt mit einem Blendrahmen) mit DIN-Blende vor einem DIN-Ausschnitt im oberen Bereich und einem kleinen Ablagefach im unteren Bereich. Der äußere Blendrahmen ist um die Doppel-DIN-Einheit aufgesteckt und kann weggezogen werden, nachdem man unten drunter faßt und vorsichtig wegzieht.

Dann sind vier Torx-Schrauben TO-27 zugänglich, die man löst. Daraufhin kann die gesamte Doppel-DIN-Einheit herausgenommen werden. Nachdem die DIN-Blende daraus entfernt wurde (vier kleine Kunststoffwiderhaken), kann nun der Radio-Einbaurahmen, der in der Regel jedem ISO-Radio beiliegt, statt dieser befestigt werden. Dazu werden die Blechlaschen im Einbaurahmen so umgebogen, daß sie den Einbaurahmen in dem DIN-Ausschnitt fixieren. In diesen Einbaurahmen wird dann das Radio eingeschoben, welches dann dort einrastet. Am hinteren Ende des Radios wird dieses durch einen Gummipuffer in der Doppel-DIN-Einheit zusätzlich mechanisch gehalten. Durch beim Radio beiliegendes Werkzeug (meist zwei seitlich einzusteckende Metallstecker oder –laschen) kann die Rastung des Radios gelöst und damit das Radio wieder herausgezogen werden.

Nach dem Abschluß aller elektrischen Anschlußarbeiten am Radio und den Tests wird die Doppel-DIN-Einheit inkl. eingeschobenem Radio wieder mit den Torx-Schrauben festgeschraubt und der äußere Blendrahmen aufgesteckt.

Demontage Türverkleidung

Zuerst müssen die Türverkleidungen demontiert werden. Dazu wird an der Fahrertür die Blende mit den Schaltern der Fensterheber nach oben abgehoben, indem die zu lösende Oberseite von hinten mit einem Schraubenzieher vorsichtig nach oben gehebelt wird.

Die Beifahrertür und die hinteren Türen besitzen einen kleinere Blende, die von der Tür gerade zu sich weggezogen wird, indem man unter den hinteren Rand von hinten unterfaßt.

Es werden drei (vorne) bzw. zwei (hinten) Torx-Schrauben TO-27 zugänglich, die gelöst werden.

Sollten hinten mechanische Kurbeln statt elektrischen Hebern vorhanden sein, so ist der Hebel mit einem Schraubenzieher durch seitliches Wegziehen des hinteren Rings zu entsperren, dann kann der Hebel einfach abgezogen werden. Der Schraubenzieher wird dazu an der der Kurbel entgegengesetzten Seite des Ring eingeführt.

Anschließend werden die beiden Torx-Schrauben TO-20 am unteren Rand der Türverkleidung entfernt. An den hinteren Türen ist jeweils nur eine Torx-Schraube unten.

Anschließend werden Türverkleidungen komplett entfernt. Begonnen wird dazu in der Mitte des unteren Rand untergegriffen und kräftig abgezogen.

Die Klemmverbindungen sind recht fest und benötigen relativ viel Kraft. Mir sind dabei jeweils ein oder zwei Aufhängungen der Klemmverbindungen zerbrochen. Nach Rückversicherung bei einer Werkstatt bekam ich zu hören: „das passiert uns auch immer wieder mal...“. Die Klemmen sind anscheinend stärker dimensioniert als ihre Aufhängungen. Manchmal springen auch welche aus ihren Aufhängungen heraus und müssen für die Montage wieder eingesteckt werden.

Wenn man unten die Mitte gelöst hat, geht man gleichzeitig mit den beiden Händen rechts und links zur Seite und dann an der Seite hoch. Damit löst man Klemmverbindung für Klemmverbindung. Wenn die beiden Seiten gelöst sind, wird die ganze etwas weggehaltene Verkleidung nach oben (entlang der Scheibe) hochgezogen. Dadurch wird die Einhängung von oben (entlang der Scheibe führen!) gelöst und die Verkleidung ist lose.

Dann muß der Seilzug des Türöffners auf der Innenseite der Verkleidung gelöst werden. Dazu wird die Kunststoffsicherung von der Außenzughalterung weggezogen und anschließend der Zughaken aus der Öse gehängt.

Abschließend wird der Kabelbaum der elektrischen Fensterheberschalter nach Freigeben der Steckersicherung abgezogen. Jetzt kann die ganze Türverkleidung weggelegt werden.

Mechanischer Einbau Türlautsprecher

Vorhanden ist eine Öffnung im Blech, die aber in den Vordertüren mit einer Plastikplatte abgedeckt ist. Diese Platte ist mit Hohlnieten befestigt, die ausgebohrt werden müssen. Da die Hohlnieten leicht mitdrehen, muß man mit dem am besten geeigneten Bohrerdurchmesser etwas ausprobieren.

In der Hintertüren ist eine runde 16 cm Öffnung vorhanden, die mit einer Abklebung abgedeckt ist, die man abziehen kann.

In die Türeninnenräume sollte Dämmmaterial eingebaut werden. Ich habe dazu Noppenschaumstoff (erhältlich vom Lautsprecherzubehörhandel oder Conrad Elektronik, Hirschau) eingebaut. Vor dem Zuschnitt muß unbedingt der von der Scheibenmechanik benötigte Platz geprüft werden (Scheibe herunterlassen und Platz markieren). Dann kann der Schaumstoff entsprechend zugeschnitten werden. Dann muß dieser fixiert (verklebt mit Schaumstoffkleber) werden, damit der Schaumstoff nicht doch noch die Scheibenmechanik in Kontakt kommen kann.

Für die Vordertüren muß für runde 16cm Normlautsprecher eine Montageplatte gebaut werden. Diese wird mit der Vorlage der Plastikplatte z.B. aus 8 mm Birkensperrholz ausgesägt. In die Montageplatte wird eine runde 16 cm Öffnung ausgeschnitten und darin mit einer Schaumstoffdichtung der Tieftöner mit Holzschrauben (z.B. Spax-Schrauben) montiert. Die Tiefton-Lautsprecher müssen bei geschlossenen Systemen möglichst luftdicht mit dem Gehäuse montiert werden.

Die Frequenzweiche kann je nach Größe entweder innen oder außen am oberen Teil der Montageplatte (der evtl. für einen Mittel- oder Hochtöner vorgesehen ist) montiert werden. Außen ist feuchtigkeitsgeschützter, innen ist mehr Platz. Innen sollte allerdings eine feuchtigkeitsschützende Abdeckung über der Weiche angebracht werden, da Spritzwasser manchmal in den Innenbereich der Tür eindringen kann. Diese Abdeckung sollte allerdings vibrationsfrei befestigt werden, damit diese nicht vom Tieftöner angeregt werden kann und Störgeräusche erzeugt. Das Bild zeigt hier bespielhaft die Außenmontage. Im Endzustand habe ich die Weiche innen montiert.

Die Platte selbst wird nach Abschluß der Verdrahtung wiederum mit einer Schaumstoffdichtung am Türblech mit kräftigen Blechschrauben montiert.

Das helle Oberteil der Montageplatte habe ich mit schwarzem Papier beklebt, da man sonst nach der Montage das helle Holz durch die oberen Teile der Lautsprechergitter sehen kann.

Die Normhochtöner werden in der Vordertüren am besten in der oberen Dreiecken (auf der Innenseite der Außenspiegel) montiert. Dazu werden die Dreiecks-Abdeckungen einfach abgezogen. Sie sind unten mit zwei kleineren Klemmverbindungen und ober mit einer großen Klemmverbindung fixiert.

Die Hochtöner werden einfach innen in die Abdeckung eingelegt.

Dann wird die Abdeckung inkl. Hochtöner wieder angesteckt, wobei der dahinter befindliche Schaumstoff den Hochtöner gegen das Türblech so festklemmt, so daß keine weitere Befestigung notwendig war. Die obere Steckbefestigung wird wieder vorbereitet, indem die helle weiche Gummihalterung wieder vorher in das Blech eingesteckt wird. Die Hochtönerkabel werden um den vorhanden Kabelbaum fixiert.

Dann wird die Abdeckung wieder aufgesteckt. Die Kabel kommen unten heraus und werden zur Frequenzweiche geführt.

In den Hintertüren werden die Hochtöner oben in die Türinnenverkleidung eingebaut. Dort ist ein Hohlraum vorgesehen (siehe auch Lautsprechergitter).

Dort wird der Hochtöner ebenfalls eingeklemmt (evtl. mit weiterem Schaumstoff).

Die Kabel der Hochtöner können durch ein Loch in der Gummitülle, durch die auch der Kabelbaum nach innen in die Tür geht, durchgeführt werden.

Im Innenbereich der Tür sollten alle Lautsprecherkabel an den vorhandenen Kabelbäumen fixiert werden, damit sie nicht die Scheibenmechanik beeinträchtigen. Dann werden alle Verkabelungen zur Weiche fertiggestellt (s.u.) und getestet, bevor die Türverkleidungen wieder montiert werden.

Verkabelung Türlautsprecher

Es war keinerlei Vorbereitung zur Verkabelung vorhanden. Die 4 zweiadrigen Lautsprecherleitungen werden am Radio am ISO-Stecker (Block B) zusammengeführt. Beim Verlegen der Lautsprecherleitungen sollten alle jeweils um sich selbst herum verdreht werden, um Induktionen (Störsignale) von der Motorelektrik auf die Lautsprecher auf ein unhörbares Maß zu reduzieren. Die Leitungen sollten alle 10 – 15 cm fixiert werden (Schnell-/ Kabelbinder, Klebeband), um Geräusche loser Kabel gegen Karosserieteile bei schlechten Straßen zu vermeiden.

Die seitlichen Abdeckungen der Mittelkonsole werden entfernt, indem man eine TO-20 (vorne) entfernt und dann die Blenden, die bis an den Sitz heranreichen, nach unten wegziehen.

Anschließend die unteren Blenden der beiden Fußräume entfernen (je drei Torx-Schrauben TO-20). Von Lautsprecher-ISO-Stecker Block B werden jeweils die zweiadrigen Leitungen unter diesen Blenden durchgeführt (immer verdrillt!) und fixiert. Hilfreich kann auch sein, die seitlichen Abdeckungen des Armaturenbretts (mit den Sicherungen) abzuziehen (siehe kleiner Schlitz am hinteren Rand für Schraubenzieher: einstecken und abhebeln).

Auf der Fahrerseite ist danach der Hebel zur Motorhaubenentsperrung zu entfernen, um die seitlichen äußeren Verkleidungen entfernen zu können. Dazu ist der Schraubenzieher auf der Autovorderseite in den unteren Abdeckring des Hebels einzustecken und dieser nach vorne (zum Motor hin) zu ziehen. Dann kann der Hebel einfach abgezogen werden.

Dann kann die innere seitliche A-Säulenverkleidung nach Lösen einer TO-20-Schraube (verdeckt durch Hebel und eine Abdeckkappe) abmontiert werden. Diese linke Verkleidung ist auch noch am unteren Ende (hin zum Einstieg) mit einer Klemme nach unten eingesteckt (muß also nach oben gezogen werden). Sollten die Metallklemmen aus der Kunststoffführungen herausfallen, können sie vor der Montage einfach wieder eingesteckt werden. Die rechte Beifahrerseitenverkleidung hat ergänzend zu der unteren Klemme statt der TO-Schraube eine weitere Klemme weiter oben seitlich in die A-Säule, die herausgezogen wird. Die Verkleidung wird dann abgezogen. Das Foto zeigt diese gelöste Beifahrerseitenverkleidung.

Die Steckerleiste der vorderen Türen wird dann freigelegt, indem ein Plastiktüte mit Schaumstoff aus Löchern der A-Säule herausgezogen wird. Die Kabel werden dann zur Unterseite der Steckerleiste geführt. Unterhalb dieser ist ein kleines Loch im Blech, durch das das Kabel durchpaßt.

Theoretisch gibt es zwei Möglichkeiten bei der Türdurchführung: die perfekte Lösung ergänzt die Kontakte der vorhandenen Steckerleiste. Die Kontakte Nr. 23 (+) und 24 (-) der Steckerverbindung Nr. T28 (rechts) bzw. T28c (links) für die beiden Lautsprecherleitungen fehlen allerdings komplett. Da auch kein anderen Leerkontakte in dieser Steckerleiste vorhanden sind, die man verwenden könnte, müßten diese Kontakte bei Stecker und Kupplung aufwendig ergänzt werden. Die weniger perfekte Lösung führt einfach die Kabel an Stecker/ Kupplung T28 vorbei und setzt dort eine Lüsterklemme, für den Fall, daß dort einmal die Tür demontiert werden muß und die Leitung aufgetrennt werden muß. Ich habe mich für letztere entschieden.

Die Kabel sollten durch die Gummitüllen durchgezogen werden. Dazu wird an der Außenseite des A-Säulenblechs die fahrzeugseitige Gummiabdeckung gelöst, indem von oben mit einem Schraubenzieher der schwarze Widerhaken (am oberen Ende der Abdeckung) heruntergedrückt und damit entsperrt wird. Dann kann der ganze Stecker von außen abgezogen werden, indem der orange Bügel abgedreht wird.

Dann kann der ganze Stecker gelöst werden.

Das Kabel wird durch die Tülle geführt. Die Türseite der Gummitülle wird in das Blechloch der Tür eingedrückt und dann wieder verdreht aus der Tür herausgezogen. Dann hat man beide Seiten der Tülle zugreifbar. Die türseitige Abdeckung besitzt keine Öffnung und bekommt daher eine Bohrung zur Kabeldurchführung. Da diese innerhalb des Tüllenbereichs liegt, ist keine Feuchtigkeit zu erwarten. Dort kommt das Kabel hindurch in den Türinnenraum zur Weiche. Auch dort sollte das Kabel am existierenden Kabelbaum fixiert werden (u.a. wegen der Scheibenmechanik).

Dann werden die Tüllen-Abdeckungen wieder angebracht.

Zu den hinteren Türen wird die Leitung unter den Kunststoffabdeckungen des Einstiegs durchgeführt. Diese sind werden einfach nach oben abgezogen.

An der B-Säule wird der untere Teil der Innenverkleidung etwas abgezogen. Ich mußte dazu sogar die Verkleidung nach hinten bis unter den Hintersitz lösen (dort zwei Torx), damit der untere Teil der B-Säulenverkleidung weit genug zu öffnen war. Dann kann man die von der Außenseite (Türseite; analog Vordertür) durchgesteckten Leitungen anfassen und nach innen durchziehen und unter der Einstiegsverkleidung entlang legen. Dabei ist zu beachten, daß hier Teile des Kopf-Airbags montiert sind, die keinesfalls versehentlich ausgelöst oder in ihrer Funktion beim Öffnen mechanisch beeinträchtigt werden dürfen (siehe Rechtshinweis dieses Dokumentes!!). Ich habe dazu die Kabel ganz eng an den vorhandenen Kabelbaum fixiert. Analog vorne kann dabei die Steckerleiste T28a (links) bzw. T28b (rechts) ergänzt werden oder das Kabel vorbei geführt werden. Der Rest ist dann identisch zu vorne.

Test

Bevor alle Verkleidungen wieder anmontiert werden, sollte ein kompletter Test aller Lautsprecher erfolgen. Anschließend werden alle beschriebenen Demontagevorgänge zur Montage aller Abdeckungen wieder umgekehrt vorgenommen. Und dann den Sound genießen und dabei ein Bier auf den guten Passat und die eingesparten € trinken...;-)